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Kunsttrail Region Gleisdorf

In der Region Gleisdorf gibt es eine Reihe von attraktiven Plätzen und Kunstobjekten im öffentlichen Raum, die bisher wenig Beachtung fanden. 2023 wurde ein sogenannter „Kunsttrail Region Gleisdorf“ installiert, mit dem erstmalig ein durchgängiger (Rad-)Weg durch die Gemeinden Gleisdorf, Albersdorf-Prebuch, Ludersdorf-Wilfersdorf, Hofstätten/Raab sowie St. Ruprecht/Raab geschaffen wird, welcher entlang von Kunstobjekten durch die Region führt. In Summe umspannt der Rundweg eine Strecke von ca. 48 km. Über die am Weg befindlichen Skulpturen/Objekte und kunstvollen Gebäude sowie die Künstlerinnen und Künstler dahinter, informieren Infotafeln und Beklebungen. 

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Die Welt in unseren Händen, Solarstadion Gleisdorf (Start+Ziel)

Horst Waidacher, geboren 1984 in Graz. Kreatives Schaffen als Autodidakt seit 2012. Als Metallkünstler kombiniert er Flusssteine und Altmetall zu Skulpturen im Bereich Flora und Fauna. Die technische Begleitung und Endfertigung der keramischen Werkstücke am Objekt übernahm Judith Waidacher.

Zeit.Raum

Im Mai 2021 starteten Martin Krusche und Monika Lafer eine Zusammenarbeit in der Gleisdorfer Innenstadt – es ist eine laufende Erzählung im Ausstellungsformat. Barbara Schäfer stellte einen Raum mit zwei Schaufenstern zur Verfügung. Der reale Ort hat ein Gegenüber im Netz. Die Inhalte wechseln alle vier Wochen, zeitversetzt um 14 Tage. Beide reagieren auf relevante Themen außerhalb der selbst gewählten Felder.

Schaufenstergalerie

Im August 2013 eröffnete Helmut Rabel eine Schaufenstergalerie in der Bürgergasse 2. Künstler Helmut Rabel arbeitet mit der Fotografie, um mit Hilfe dieses Mediums unser Weltverhältnis zu befragen. Wir leben in einer Zeit, in der wir einen Großteil unserer Informationen über Bilder beziehen. Deshalb braucht es vermehrt Medienkompetenz, um die Differenz zwischen Bild und Wirklichkeit im Auge zu behalten.

Mahnmal Rathaus Gleisdorf

Die erste Initiative zur Errichtung eines Mahnmals ging 2005 von Wolfgang Seereiter, Verein Zukunft braucht Erinnerung, aus. Im Jahr 2006 wurden Gleisdorfer Schüler:innen zur Teilnahme am Gestaltungswettbewerb zur Errichtung eines Gedenkzeichens eingeladen. Den Entwurf für das Mahnmal hinter dem Rathaus gestaltete die damals 15-jährige Gleisdorfer Schülerin Corinna Donnerer. Die baulichen Maßnahmen und die Finanzierung übernahm die Stadtgemeinde Gleisdorf. Seit Jahresbeginn 1945 kam es in der Steiermark zu zahlreichen Verbrechen, die bald nach der Befreiung vom NS-Regime und einer kurzen Phase der vor allem justiziellen Aufarbeitung verdrängt und letztlich vergessen wurden: die Verbrechen an Tausenden ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern. Mit dem Näherrücken der Roten Armee wurde Ende März 1945 in den Lagern die Anweisung gegeben, die jüdischen Schanzarbeiter im „Falle eines Alarmes“ Richtung Mauthausen zu „evakuieren“. Als Begleitmannschaft sollten unter anderem Angehörige der Volkssturmeinheiten jener Gemeinden dienen, durch die die Routen führten. Das Mahnmal erinnert an diesen Todesmarsch ungarischer Jüdinnen und Juden im April 1945. Alljährlich um den 5. Mai, jenem Tag, an dem das KZ Mauthausen von den amerikanischen Truppen befreit wurde, wird eine Gedenkfeier am Mahnmal abgehalten.

MiR-Museum im Rathaus

Der Autodidakt und Universalkünstler Richard Ludersdorfer (*1961) hat mit seinen zahlreichen Kunst-Projekten und Objekten in den letzten Jahrzehnten das Kunstgeschehen in der Region Oststeiermark erheblich mitgestaltet. Der als „Glaskünstler“ weithin bekannte freischaffende Künstler beschränkte seine Arbeit jedoch nicht auf das Material Glas. Er gibt seine „Lebensreflexionen“ auch in der Malerei, in Holz, Metallarbeiten sowie in der Bildhauerei wieder. Auch Performance, Bühnenbild und Theater gehören zu seinen Ausdrucksmitteln. Die drei Skulpturen „Rücksicht – Einsicht – Vorsicht“ aus dem Jahr 2008/09, welche sich im Außenbereich des MiR-Museum im Rathaus Gleisdorf (Richtung Florianiplatz) befinden, kommen auch aus seiner Werkstatt.

Solarbaum Gleisdorf

Der Solarbaum ist das Wahrzeichen der Solarstadt Gleisdorf. Als Pionierstadt für erneuerbare Energien hat Hartmut Skerbisch 1998 dieses kunstvolle Sonnenkraftwerk errichtet. Der Solarbaum ist 17 Meter hoch und wiegt 13 Tonnen.

Sammlung Wolf

Auch das Haus bzw. die Kunstobjekte rund um das Haus des Gleisdorfer Privatsammlers Mag. Erich Wolf in der Dr.-Hermann-Hornung-Gasse 14 fließen in den Kunsttrail mit ein, u. a. Arbeiten des bedeutenden österreichischen Bildhauers Hans Kupelwieser. Ab Mai 2024 bespielt Mag. Erich Wolf auch den ehemaligen "Pfarrstadl", ein Gebäude unweit seines Wohnhauses, mit steirischer Gegenwartskunst nach 1945. Ausgewählte Werke aus seiner Sammlung werden im sogenannten Spiegelgitterhaus, in Kooperation mit dem „Kulturzentrum bei den Minoriten“, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Alois-Grogger-Gasse 10

Ein weiteres markantes Gebäude im Stadtzentrum von Gleisdorf ist das Objekt Alois-Grogger-Gasse 10, wo das Jugendzentrum AUSZEIT seit September 2022 eine neue Heimat gefunden hat. Die Street Art Künstlerin Frankie Strand aus Großbritannien hat das Gebäude im Rahmen des Future Icons Festival 2018 Festival 2018 mit dem Motiv „Leafy Sea Dragon“ besprayt. Das Wandgemälde entstand im Rahmen des Internationalen Jugendkulturfestivals Steiermark 2018, veranstaltet vom Verein Future Icons unter der Leitung und Intendanz von Norbert Lipp. Im Zuge des Festivals wurden am Haus Alois-Grogger-Gasse 10 allerdings nur die beiden "auskragenden" Teile im 2. OG (Richtung Doktor-Hermann-Hornung-Gasse) von der Künstlerin besprayed. Von den Hausbesitzern Dr. Vatter und Dr. Kovac wurde ca. ein Jahr später der verbindende Teil vom EG bis zum Dach, zwischen den beiden auskragenden Teilen des 2. OG und der gesamte Mittelteil, bei der Künstlerin privat in Auftrag gegeben und ebenso privat finanziert.

Gemeinschaft Begegnung

Die Skulptur "Gemeinschaft Begegnung" stammt von Objektkünstler Manfred Gutmann (*1963) aus Gleisdorf und verkörpert die Entstehung selbst, das Leben und die Vergänglichkeit. Die Betrachter:innen sollen durch das Kunstwerk ermutigt werden, das Wesentliche im Dasein zu erkunden. 

 

Kunst.Hot.Spot Hofstätten/Raab

Im Rahmen des LEADER-Projekts „Kunst.Hot.Spots“ in der Energieregion Weiz-Gleisdorf wurden in den Mitgliedsgemeinden zwischen 2018 und 2020 Hufeisenskulpturen aufgestellt. Sascha Exenberger (Almart) aus St. Kathrein am Offenegg ist jener Künstler, der die Figuren gemeinsam mit den Gemeinden umgesetzt hat. Für Hofstätten/Raab wurde von Sascha Exenberger ein Eichhörnchen aus Hufeisen angefertigt – das Wappentier der Gemeinde. Alleine der Schweif des Eichhörnchens wiegt stolze 200 Kilogramm. Durch die Platzierung der Skulptur bei der Einfahrt zum Gemeindezentrum, wird die Zufahrt auf beeindruckende Weise optisch aufgewertet.

Autobahnraststätte Arnwiesen

Neben dem Apfelschlössl mit angeschlossenem Feuerwehrhaus und der Kapelle in Prebuch, basiert auch die Autobahnraststätte Arnwiesen auf Plänen von Karl Hodina. Die Raststätte wurde in einem besonderen architektonischen Stil erbaut und soll die Besucher:innen einladen, sich zu entspannen und neue Kraft zu tanken.

Todesmarschdenkmal Nitscha

Im Jahr 2005 initiierte die Gemeinde Nitscha (heute Teil der Stadtgemeinde Gleisdorf) ein Buchprojekt und sammelte die Erinnerungen von Zeitzeug:innen. Im Zuge dieser Recherchen fand man heraus, dass Jüdinnen und Juden während des Todesmarsches 1945 auch durch Nitscha getrieben wurden. Durch das Gleisdorfer Mahnmal entwickelte sich auch die Idee zur Umsetzung einer Gedenkstätte in Nitscha. Die Stadtgemeinde Gleisdorf startete im Jahr 2006 einen Jugendwettbewerb für das Denkmal in Gleisdorf. Das Siegerprojekt kam von Sabina Mahr, einer Jugendlichen aus Nitscha. Nach diesen Plänen wurde das Denkmal 2014 in Nitscha errichtet. Das moderne Denkmal soll an die zu Kriegsende erfolgten Todesmärsche in die Konzentrationslager erinnern, auf denen tausende Menschen ihr Leben verloren. Die Gemeinde Nitscha, Büchereileiter Bertram Riegler sowie Peter Gerstmann und Marianne Ofner vom BG/BRG Gleisdorf zeichneten für die Projektumsetzung verantwortlich. Das Projekt wurde von der Gemeinde Nitscha und von der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung gefördert.

Kunst.Hot.Spot Albersdorf-Prebuch

Im Rahmen des LEADER-Projekts „Kunst.Hot.Spots“ in der Energieregion Weiz-Gleisdorf wurden in den Mitgliedsgemeinden zwischen 2018 und 2020 Hufeisenskulpturen aufgestellt. Sascha Exenberger (Almart) aus St. Kathrein am Offenegg ist jener Künstler, der die Figuren gemeinsam mit den Gemeinden umgesetzt hat. Der Panther ist das Wappentier der Steiermark, der seine schützende Pranke über einen roten Apfel hält, er begrüßt am Beginn der Steirischen Apfelstraße die Gäste. Ende des Jahres 2020 ist die Hufeisenskulptur mit einem stolzen Gewicht von 400 kg in Albersdorf-Prebuch gelandet.

Feuerwehrhaus, Apfelschlössl und Kapelle Prebuch

Das Rüsthaus wurde in den 90er-Jahren von den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Prebuch mit viel Fleiß und Einsatz erbaut. Die besondere Formgebung wurde von Prof. Karl Hodina entworfen. Karl Hodina (1935–2017, Wien) war ein österreichischer Maler und Musiker. Auch das angrenzende Apfelschlössl, in dem sich ein Café befindet, und die Dorfkapelle (ca. 350 m nach Nordosten Richtung Prebuch) wurden nach seinen Entwürfen gebaut. Der besondere architektonische Stil der Gebäude soll bei den Menschen durch seine runde Formgebung und Buntheit positive Stimmungen auslösen. Der regionale Künstler Richard Ludersdorfer hat mit Prof. Karl Hodina zusammengearbeitet und die Kunstglasarbeiten der Kapelle in Prebuch, die „Glasflammen“ über den Fenstern des Feuerwehrhauses Prebuch und die
Kunstglasgestaltung im Innenbereich des Apfelschlössls gemacht. 

Kernkapelle

Die Kernkapelle wurde im Jahre 1838 erbaut und steht seit November 1975 unter Denkmalschutz. Sie wurde viele Male renoviert – das letzte Mal im Jahr 2015 von Familie Hans und Angela Unger. Jetzt werden die Besucher:innen der Kapelle von einem ca. 1,95 Meter großem „Emmaus-Jesus“ aus Zirbenholz mit offenen Armen und auf Augenhöhe empfangen. Die Statue wurde von Hans Pendl in mehr als 100 Arbeitsstunden geschaffen. Die Malereien stammen vom akademischen „Kapellenmaler“ Prof. Franz Weiß. Hans Pendl (*1954) ist Holzschnitzer aus Winterdorf bei St. Ruprecht/Raab. Er erlernte den Beruf des Tischlers und war in einem Möbelkonzern tätig, ehe er den Weg zur Schnitzkunst fand. Sakrale Holzschnitz-Projekte sind seine Spezialität. Hans Pendl ist ein gläubiger wie auch spiritueller Mensch und beschäftigt sich schon sehr lange mit Theologie. Die tiefgehenden und spirituellen Botschaften, die der Holzschnitzer mit Begeisterung in seine Arbeit hineinlegt, inspirieren und berühren die Betrachter:innen.

Kunstpark St. Ruprecht

Der von Wolfgang Neffe initiierte Kunstpark St. Ruprecht ist das kulturelle Aushängeschild der Region. Er wurde auf Privatgrund errichtet und ist ein Park von allen für alle. Der Gehweg des Kunstparks ist als (weltgrößtes) statisches Peace-Zeichen mit einem Durchmesser von 40 Metern und einer Gesamtlänge von 200 Metern ausgestaltet. Auf 1300 m2 erfreuen mittlerweile rund 60 Objekte unterschiedlichster Techniken und von 40 Künstler:innen die Besucher:innen. 

Foucaultsches Pendel und Kunst.Hot.Spot St. Ruprecht/Raab

Der oststeirische Markt St. Ruprecht an der Raab hatte sich für die steirische Landesausstellung „energie“ 2001 etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unübersehbar und alle Blicke auf sich ziehend steht entlang der Hauptstraße eine vierseitige Pyramide aus Glas und Stahl, die das „Foucaultsche Pendel“ beherbergt. Das Foucaultsche Pendel von St. Ruprecht/Raab ist weltweit das erste Pendel, welches nicht in einem geschlossenen Gebäude installiert wurde. Mit diesem Pendelversuch hat der französische Wissenschafter Leon Foucault im Jahre 1851 im Pantheon in Paris eindrucksvoll die Erdrotation nachgewiesen. Idee und Projektleitung: Norbert Lipp; wissenschaftliche und technische Leitung: Peter Dietmaier; künstlerische Gestaltung des Pendelbodens: Hans Jandl; ein Projekt des Tourismusverbandes St. Ruprecht/Raab im Rahmen der Steirischen Landesausstellung „energie“ 2001.
Direkt daneben befindet sich der Kunst.Hot.Spot St. Ruprecht/Raab – ein Liederbuch mit Bratsche. Dadurch wird die Bedeutung der Musikausbildung in St. Ruprecht/Raab hervorgehoben. Aber die Skulptur zeigt auch wichtige historische Eckdaten über die Marktgemeinde und erinnert so daran, dass Ruprecht einer der ältesten Orte der Steiermark ist.

Wand der Artenvielfalt

Die Wand der Artenvielfalt am Sitz des Vereins „NEDI – Kunst und Kultur in der Natur“ ist eine Einladung zur Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum. Hier begegnen sich „Überreste der Natur“, der Lebensraum der Menschen, industrielle Landwirtschaft sowie Wirtschafts- und Industrieraum. Die Wand thematisiert künstlerisch die Artenvielfalt und die Bedrohung durch den Faktor Mensch. Die abstrakte Wiesenblühfläche trifft auf illustrativ dargestellte regionale Vögel, die wie wir vom Erhalt von naturnahen und natürlichen Flächen abhängig sind. Gestaltet wurde die Wand vom international anerkannten Street-Art und Graffiti Künstler Gernot Passath, der in der Oststeiermark aufgewachsen ist. Seit 2017 betreibt er sein Atelier in Albersdorf mit stärkerem Fokus auf Wandgestaltungen.

Lisis Garten der Freundschaft

Lisis Garten der Freundschaft am Loder Weg in der Gemeinde Albersdorf-Prebuch befindet sich auf dem Grundstück von Werner Loder. Dieser hat 2018 beschlossen – wider aktueller Trends – seine private Fläche für die Allgemeinheit zu öffnen, um einen Ort des Innehaltens und der Begegnung zu schaffen. Spaziergänger:innen, Radfahrer:innen etc. sind eingeladen an diesem Ort zu verweilen, Kraft und Ruhe zu tanken und eventuell neue Kontakte zu knüpfen. Anlässlich seines 60. Geburtstages hat Werner Loder auf seinem Grundstück einen Bildstock mit einem von ihm entworfenen und seiner Frau Lisi († 2022) gefertigten Mosaikbild errichtet. Der Bildstock ist nach Osten ausgerichtet und bringt beim Einfall der Morgensonne das Gold des Christusbildes zum Glänzen. Das gegenüberliegende Feld spiegelt sich in der davorliegenden Glasplatte. Drei Flügel säumen das Holzportal und stehen für die Trinität im Christentum – Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist. Der von Werner Loder errichtete Garten ist seiner Frau Lisi gewidmet und bringt seine tiefe Verwurzelung im Glauben, aber auch seine Liebe zur Natur zum Ausdruck. So befinden sich am Grundstück u. a. die persönlichen Lebensbäume seiner beiden Söhne. Der besondere Ort wurde auch schon mehrmals als Taufstätte genutzt. Das soziale Engagement Werner Loders drückt sich nicht zuletzt durch die Holzbank am Grundstück aus, welche ihm als Dankeschön für seine ehrenamtlichen Dienste vom Lazarus-Altenhilfswerk Gleisdorf übergeben wurde.

Kunst.Hot.Spot Gleisdorf

Im Rahmen des LEADER-Projekts „Kunst.Hot.Spots“ in der Energieregion Weiz-Gleisdorf wurden in den Mitgliedsgemeinden zwischen 2018 und 2020 Hufeisenskulpturen aufgestellt. Sascha Exenberger (Almart) aus St. Kathrein am Offenegg ist jener Künstler, der die Figuren gemeinsam mit den Gemeinden umgesetzt hat. Mit einer beachtlichen Größe von 4,50 Meter ist der Steirische Panther in Gleisdorf im Rahmen des LEADER Projekts „Kunst.Hot.Spots“ als größte Hufeisenskulptur entstanden. Er hat in der Energieregion Weiz-Gleisdorf einen besonders prominenten Platz gefunden, nämlich den stark frequentierten Kreisverkehr B54/B64.

Miró im Gemeindeamt Ludersdorf-Wilfersdorf

Winfried Lehmann widmete seine Skulptur aus bemaltem Talcus dem spanisch-katalanischen Surrealisten Joan Miró. Er arbeitete als Maler, Bildhauer, Grafiker und Keramiker und war einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus. Winfried Lehmann übergab das 2012 entstandene Kunstwerk im Jahr 2019 an die Gemeinde-Ludersdorf, um es so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Winfried Lehmann wurde 1934 in Holland geboren und wohnte als Bub während des Zweiten Weltkrieges in Wien. Als Schuhtechniker und Designer hatte der Künstler großes Glück, immer wieder in Städten mit Modernen Museen tätig zu sein. Erst in der Pension konnte er sich auch praktisch mit der Kunst befassen und selbst künstlerisch tätig werden. Der in Ludersdorf lebende Bildhauer († 2022) und langjährige künstlerische Leiter des Aprilfestivals auf Schloss Freiberg war über die Grenzen der Oststeiermark bekannt.

Aussichtsplattform Europaberg

Seit März 2015 ist die Aussichtsplattform am Europaberg im Ortsteil Ungerdorf eröffnet. Bei gutem Wetter ist der Blick nicht nur über Gleisdorf, sondern bis auf den Hochlantsch, das Almenland oder auf die Riegersburg möglich.

Aussichtsturm Kleeberg

Der Kleeberg ist ein 499 Meter (m. ü. Adria) hoher Hügel der rund vier Kilometer südlich von Gleisdorf – zwischen dem Ortsteil Labuch (Stadtgemeinde Gleisdorf) und St. Margarethen an der Raab liegt. Der Aussichtsturm Kleeberg ist eine begehbare Skulptur, von der aus man weit ins Land blicken kann. Das Treppenbauwerk aus Metall mit über 140 Stufen wurde im Oktober 2001 im Rahmen der Landesausstellung „Energie“ auf Initiative des Künstlers bzw. Bildhauers Fred Höfler (1934–2005) und des damaligen Labucher Bürgermeisters Johann Zengerer gebaut und ist mittlerweile zu einem Wahrzeichen der Region geworden. Mitgeplant wurde diese 31,7 Meter hohe Aussichtswarte vom Architekten DI Johann Wahlhütter.

Kunst im Rückhaltebecken

Auch das in den Jahren 2008/2009 errichtete Rückhaltebecken in Labuch beinhaltet eine künstlerische Komponente. Der Künstler Paul Pracher († 2016) fertigte für das Tor eine Bronzeskulptur des Heiligen Nepomuk an – dem Schutzheiligen gegen Hochwasser. Der steirische Künstler Markus Wilfling, bekannt für sein Schattenobjekt des Grazer Uhrturms, pflanzte das Wort „gedächtnis“ am Damm. Es steht für das Geschehene, vergangene Hochwasser und verheerende Überschwemmungen. Er ruft damit alte Bilder gegen das Vergessen vor das geistige Auge. Gedächtnis steht auch für die Erinnerung des Wassers, des Informationsträgers und -speichers über Jahrtausende.

Silo am Bauernhof Hütter

Die Silogestaltung in Wünschendorf ist ein Kooperationsprojekt der beiden Künstler Gernot Passath und David Leitner. Die gewählten Motive orientieren sich an Inhalten und Darstellungen traditionellen Bauerntums. Die Ambiguität der einzelnen Teile sowie des gesamten Zusammenspiels stehen für die beiden Künstler im Vordergrund – wie tief die Betrachter:innen jedoch in die Mehrdeutigkeit der einzelnen Themen der augenscheinlichen Idylle eintauchen, bleibt deren Eigenverantwortung überlassen.

Sonnenringe

Im Jahr 1999 schrieb die Stadt Gleisdorf den Wettbewerb „Kunst vor den Stadttoren“ aus, bei dem – in Vorbereitung auf die Landesausstellung 2001 – Objekte für die künstlerische Gestaltung an vier Stadteinfahrten gekürt wurden. Als Siegerprojekt ging der "Sonnenring" von Karin Vatter, geborene Schragen, und Dieter Mandl hervor. Das Kunstwerk besteht aus Edelstahl-Strahlen, die, gebündelt von ellipsenförmigen Scheiben, in steilem Winkel auf den Untergrund einfallen. Das Objekt hat eine Höhe von drei Metern und eine Breite von rund 1,7 Metern.